Shea Butter – wohltuend für die Haut

Sheabutter

Bild: JPW. Peters / pixelio.de

Selbst heute, in Zeiten des technologischen Fortschritts, wo vieles künstlich hergestellt werden kann, schwören noch breite Massen an Verbrauchern auf pflanzliche Produkte. Zwangsläufig muss das kein Schritt zurück sein, denn oft stehen die natürlichen Präparate den modernen in nichts nach, was sich etwa darin zeigt, dass ein großer Teil der Medikamente auf Zutaten aus dem Urwald basiert.

Eines dieser wirkungsvollen und natürlichen Erzeugnisse ist die Sheabutter. Sie wird aus der Frucht des Karitébaumes, auch Sheabaum, Afrikanischer Butterbaum oder Shibutterbaum genannt, gewonnen und zur Behandlung der Haut verwendet. Ihren Hauptabsatzmarkt stellen die industrialisierten Länder dar, weil hier die Haut durch Umwelteinflüsse besonders beansprucht wird.

Der Sheabaum ist der alleinige Vertreter der Gattung Vitellaria und gehört zur Familie der Sapotengewächse (Sapotaceae).

Anbau von Sheabutter

Der Karitébaum wächst in Afrika in den Savannen der Sudanzone zwischen Uganda und Senegal. Das Vorkommen seiner zwei Unterarten ist an die Geographie gebunden. So kommt Vitellaria paradoxa subsp. paradoxa lediglich in Westarika vor und Vitellaria paradoxa subsp. nilotica nur in Ostafrika. Auch spielt die Höhenlage eine Rolle, sie muss zwischen 100 und 600 Metern liegen und die Jahresdurchschnittstemperatur darf höchstens 29° und maximal 25° C betragen.

Shibutterbäume, die bis zu 20 m hoch wachsen können, kommen natürlich vor. Sie werden von den Afrikanern als heilig betrachtet und dürfen daher weder verletzt noch gefällt werden. Schon seit je her erntet man dort die Früchte und verarbeitet die Sheabutter zu einer Creme, die die Haut gegen die aggressiven Wüstenwinde schützt.

Der kommerzielle Anbau des  Karitébaumes gestaltet sich schwierig, da er 15 Jahre braucht, um seine ersten Früchte hervorzubringen und dann noch weitere 10 Jahre, bis seine maximale Ausbeute von 15 bis 20 kg erreicht ist. Ist diese Frist jedoch überdauert, wird die Kultur lukrativer, da der Baum ca. 300 Jahr lebt.

Jahrhundertelang war die Kultivierung des Shibutterbaumes in Händen kleiner lokaler Vereinigungen. In der Upper West Region Ghanas, in der Nähe zur Grenze Burkina Fasos gibt es Frauengruppen, die ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Sheabutter bestreiten. Da dieses Produkt aber zunehmend von der breiten Masse wahrgenommen und angefragt wird, verdrängen größere Firmen kleine Werkstätten. Hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, wo und von wem die Butter hergestellt wird. Denn damit unterstützt man nicht nur die lokalen Bauern, die ansonsten wenig Perspektive haben, sondern kann man sich auch der Qualität der Sheabutter sicher sein. Schließlich gebraucht ein großer Lieferant auch Massenproduktionsstätten und raffiniert das Produkt weiter, was die Erzeugung zwar billiger macht, aber für ein weniger wertvolles Endergebnis sorgt.

Gewinnung der Sheabutter aus der Sheanuss

Die Frucht des Afrikanischen Butterbaumes ist die Sheanuss. Sobald sie herangereift ist, wird sie in einem zeremoniellen Akt, der als wichtiges gesellschaftliches Ereignis gilt, geerntet. Hierzu versammeln sich die Frauen des Dorfes an einem dazu eingerichteten Ort, an dem die Nüsse zunächst getrocknet und dann geschält werden. Bei der traditionellen Herstellung wird auf jede Form von fortgeschrittener Technologie verzichtet. In alten Lehmöfen erhitzt man die Sheanüsse, um sie anschließend mit hölzernen Mörsern zu zerstampfen. Unter die hieraus entstandene Masse

mischt man Wasser und schlägt das Erzeugnis etwa eine Stunde lang, wodurch andere Bestandteile entfernt werden und die Sheabutter gewonnen wird, die dann wieder vom Wasser getrennt werden muss.

Sie sieht ein wenig wie klassische Butter aus und verströmt einen würzigen Duft, der je nach Sorte als nussig, fruchtig, hölzern oder auch rauchig wahrgenommen wird. Ihre Konsistenz ist fest und spröde. Erst sofern sie weiterverarbeitet wurde, wird sie weich und geschmeidig.

Unraffiniert hält sie sich bis zu drei Jahre und strotzt dabei auch tropischen Temperaturen, da sie eine hohe Schmelztemperatur von 24-38° C hat.

Inhaltsstoffe der Sheabutter

Die Inhaltsstoffe der Sheabutter prädestinieren sie für eine Verwendung in der Kosmetik. So enthält sie sowohl Wachsester, Phytosterole, Tocopherole als auch Gallussäure und Catechine, die antioxidativ wirken und Fettsäuren, die der Haut bei der Regeneration helfen. Auch hat sie einen hohen Anteil an Unverseifbarem (das selbst nach dem Abwaschen noch auf der Haut bleibt), wie die genannten Phytosterloe (u.a. Stigmasterol,  α-Spinosterol,  α-Spinosterol,  Campesterol), Triterpene (Lupeol,  Butyrospermol, Parkeol,  Zimtsäure-Ester, α- und β-Amyrin) und Tocopherole. In der westafrikanischen Sheabutter beträgt deren Anteil zwischen 6 und 12%, teils werden auch 16% angegeben.

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist, dass in der Butter Allantoin, das gegen Entzündungen hilft und zur Wundheilung eingesetzt wird, steckt. Zwar kann man die Substanz im wässrigen Extrakt nachweisen, doch findet es sich dann wegen der fehlenden Lipophilie des Allantoins  nicht in der Butter.

Den Hauptbestandteil des Fettsäurespektrums stellen neben Palmitin- und Linolsäure Stearin- und Ölsäure. Sie machen gemeinsam 85-90% der Fettsäuren aus. In Westafrika variiert die Menge an Stearin- und Ölsäure je nach Region stark. Der prozentuale Anteil der Stearinsäure wurde einer Untersuchung zufolge auf 25-51% beziffert, während der Gehalt der Ölsäure bei 39-62% liegt. Diese Unterschiede wirken sich auf die Konsistenz und Qualität der Sheabutter aus.

Die in Ostafrika vorkommende  Vitellaria paradoxa subspecies nilotica hat durchschnittlich einen höheren Anteil an ungesättigter Ölsäure, der sich auf 50-60% beläuft und weist dagegen weniger Stearinsäure (22-36%) und auch Unverseifbares (2%) auf. Bewirkt werden diese Differenzen durch die Unterschiede im Klima. Bei wärmerem Wetter erhöht der Afrikanische Nussbaum seine Produktion an antioxidativ wirkenden  und zellschützenden Tocopherolen, was einen geringeren Anteil der Ölsäure nach sich zieht.

Wirkungen und Anwendungsgebiete von Shea Butter

Die Sheabutter hat zahlreiche heilende Wirkungen, die jedoch nur eintreten, sofern sie nicht raffiniert ist. Einer ihrer größten Vorzüge ist, dass sie gegen die Alterungserscheinungen im Gesicht hilft und Falten bekämpft. Sie beinhaltet viel Vitamin E und durch die Öl- und Fettsäuren wird die Haut angereichert, was selbst nach dem Abwaschen einen Schutzfilm hinterlässt, der in die Haut einzieht. Dort wirken dann Provitamin, Allantoin und Vitamin E entzündungshemmend und regenerierend und verleihen der Haut wieder einen gesunden Glanz. Der Schutzfilm eignet sich besonders gut für Kinder. Reibt man deren Beine und Arme vor dem Spielen mit Sheabutter ein, ist die Haut gegenüber Verletzungen widerstandsfähiger.

Sheabutter hilft generell bei stark beanspruchter, trockener und spröder Haut und wirkt auf sie beruhigend. Auch für den Schutz gegen starke Sonnenstrahlen kann man sie einsetzen. Auf die Haut aufgetragen wird sie zur Sonnencreme, taugt aber auch zur Nachbehandlung bei stark geröteten Stellen. Bei unschönen Narben muss es nicht gleich der Gang zum Schönheitschirurgen sein, denn die Sheabutter macht das harte, hässliche Gewebe weich und  unterstützt die Heilung.

Medizinisch empfohlen wird die Butter bei Neurodermitis. Hier lindert sie den Juckreiz und  vermindert die Symptome der Krankheit.

Allgemein kann man sagen, dass die Sheabutter überall dort eingesetzt werden kann, wo es um eine Heilung der Haut geht. Die Ursache für ihre hervorragende heilende Wirkung liegt darin, dass sie Stoffe enthält, die auch die Talgdrüsen produzieren. Geht es der Haut schlecht, kann sie sich nicht mehr ausreichend selbst versorgen und zeigt verstärkt Falten. Auf natürliche Art und Weise kommt hier die Sheabutter ins Spiel und deckt die Bedürfnisse der Haut.

Eine Liste der Anwendungsgebiete:

  • Trockene Haut
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Falten
  • Sonnenbrand
  • Für eine softe Rasur
  • Hautrisse
  • Harte oder raue Hautallergien
  • Schutz bei kaltem Wetter, Frostbeulen
  • Vorbeugung gegen Hautrisse bei der Schwangerschaft
  • Insektenstiche
  • Hautallergien, Ekzeme, Dermatitis, Neurodermitis
  • After-Sun Behandlung
  • Zur Unterstützung des Wundheilungsprozesses
  • Nachbehandlung von Tattoos
Quelle: http://wundermittel-natur.blogspot.de/…)

Darüber hinaus kann die Sheabutter zur Behandlung von Rheuma und Gelenkschmerzen verwendet werden. Hierzu massiert man die betreffende Stelle mit der Creme. Führt man dies regelmäßig durch, werden die Schmerzen reduziert und können sogar ganz verschwinden.

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